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Cairns, Cape Tribulation,Tableland, Mission Beach and Magnetic Island

07.10.08

Endlich Midsemester Break!!! Und los geht’s mit 8 Mann ins tropische Cairns im Norden von Queensland Australia.

In Cairns angekommen laufen wir erst etwas planlos durch die Stadt, weil wir in unser  Backpacker noch nicht einchecken konnten und auch noch keinen Camper bzw. Autos gemietet hatten. Nachdem wir einige Agency’s ausgekundschaftet hatten, hat sich schnell herausgestellt, dass in den Schulferien natürlich alles ausgebucht war. Also mussten wir uns mit zwei Kombis zufriedenstellen, die für den nächsten Tag bereitstanden. Nach einer Partynacht im Woodshed, in dem wir Getränke und Essen durch Gutscheine von unserem Backpackers umsonst bekommen haben, ging es um naja 8.30 morgens los Richtung Norden! Auf zum Cape Tribulation, wo  der schönste Strand von Nord Queenland sein soll!!!

 Wir sind zwei Tage lang auf den James Cook Highway Richtung Norden hochgefahren und ich finde es ist die schönste Straße der Welt, weil die Straße die ganze Küste von Nord Queensland entlangführt, an der sich ein Strand nach dem anderen befindet. Mit dem Wetter hatten wir leider nicht so viel Glück und es war sehr stürmisch und bewölkt. Es war jedoch nicht so schlimm, weil wir noch einiges vor uns hatten. Der erste Strand hieß  Palm Cove. Es war aber zu stürmisch um länger dort zu bleiben und nach einem Frühstück am Strand sind wir weiter den James Cook Highwaay entlang.Das schöne an der Küste ist, dass dort alles unter Naturschutz steht und der Regenwald praktisch direkt an den Stränden angrenzt…..“Where the Rainforest touched the beach“….

So ging es weiter bis zu Port Douglas, wo der legendären „8- mile- Beach“ ist. Von einem Lookout hatte man eine phantastische Sicht auf den langen weißen Sandstrand.

Da in Port Douglas nicht so viel los war und das Wetter leider auch nicht ganz mitspielte, haben wir entschlossen bis über den Daintreeriver zu fahren, den man nur mit einer Fähre überqueren konnte und dann dort ein stilles Plätzchen zu finden, um im Auto zu übernachten, was hier natürlich verboten istJ

Nach kurzem Aufenthalt in dem verschlafenen Ort Daintree, haben wir die letzte Fähre bekommen und konnten noch übersetzten. Auf der Straße Richtung Cape Tribulation gab es keine Straßenlampen oder ähnliches. Wir sind im dunklen durch den Urwald gefahren. Auf der Fahrt im dunklen haben wir uns die ganze Zeit darüber unterhalten was wir machen, wenn ein Kängoruu auf der Straße steht…und kurz danach fängt unsere sichere Fahrerin Linda an zu schreien. Ich hab natürlich gedacht jetzt erwischen wir ein süßes Känguru und habe lauthals mit geschrien….. aber es war wohl „ nur“ eine Schlange die wir erwischt haben…

Wir fuhren weiter mit dem Auto im dunklen durch den Regenwald  was schon etwas gruselig war mit den riesen Bäumen…bis wir zu einem Campingplatz kamen, der direkt  am Meer  gelegen war. Dort haben wir uns ein Bungalow Haus für eine Nacht gemietet. Es war wie ein kleines Paradies dort. Überall brannten von den Campern Lagerfeuer und man hörte  Gitarrenmusik. Schnell kamen wir auf die Idee  Nachts im Meer schwimmen zu gehen und nichtsahnend haben wir uns sofort zum Strand aufgemacht und sind ins warme Meerwasser gesprungen. Weil es an dem Strand kein Licht gab, war es extrem dunkel und im Meerwasser konnte man ganz viele Punkte glühen sehen. Ich hab erstmal in Panik losgeschrien:“ das sind giftige Fische die im dunklen leuchten, schnell raus!“…. Aber  es war nur Plankton das geleuchtet hat und wir hatten es an unsern Körpern überall die leuchtenden Punkte. Das war schon sehr beeindruckend im Wasser zu schwimmen und überall Glitzern zu sehen.

Auf einmal sahen wir am Stand eine Lampe leuchten und hörten  irgendjemanden schreien. Weil mir sowieso unwohl im Wasser war (weil wir ja auch schon bei der ersten Infoveranstaltung hundertmal zu hören bekommen haben, dass man nachts nicht im Meer schwimmen sollte wegen den Haien) bin ich also rausgegangen zu dieser Person am Strand. Es war eine Frau die geschriene hat: „get out of the water!!! Crocodiles everywhere!!!!  AAAAhhh (Panik): „alle schnell raus, gefährlich!!“

Sie meinte wohl, dass der Strand direkt an einer Flussmündung liegt, der voll mit Krokodilen ist und diese Nachts zum Strand kommen, um Nahrung zu suchen. Sie meinte auch, dass sie am Vortag erst ein großes Krokodiel am Strand gesehen hätten!!! Deswegen hat die Frau von der Rezeption gesagt:“ Watch out for Crocs!?“ Wir dachten es wäre nur ein Scherz gewesen! Aber am nächsten Tag als es hell war, haben  wir dann auch die  Schilder gesehen, dass man nicht schwimmen gehen sollte! Was für ein Abenteuer.

In der Holzhütte hatte ich persönlich die schlimmste Nacht meines Lebens, weil ich neben einer riesen Spinne gelegen habe, die Nachts, als ich das Licht angemacht habe, um die nervigen Mücken zu töten, direkt neben meinem Kopf an der Wand hing!!!AAAAhh danach konnte ich nicht mehr schlafen und musste immer an die dicke, haarige Spinne denkenJ

Am nächsten Tag ging es dann weiter Richtung Cape Tribulation. Wir hatten viel vor, weil es auf dem Weg dorthin so viel zu sehen gab. Ich habe mich vor allem auf den Daintreenational Park gefreut! Unsere erste Station war der Discovery Center. Dies war ein Park im Regenwald in dem man über Brücken und Holzwege durch den Regenwald gehen konnte und einen Audioguide bekommen hat, der alles über die Entstehung des Regenwaldes und die Flora Fauna erklärt hat. Man konnte dort auch einen 25 m hohen Turm besteigen und somit alle Stufen des Regenwaldes ersichten bis über die Baumkronen hinaus.

Auf unserem Weg zum Cape Tribulation kamen noch sehr viele von diesen Bordwalks, wo man auf befestigten Holzpfaden durch den Regenwald gehen konnte. Wir sind immer bei den interessanten Stellen angehalten und durch den Regenwald und Mangroven spaziert. Für mich war es sehr aufregend die ganzen riesen Urbäume mit riesigen Wurzeln und Lianen zu betrachten.

Ich konnte es nicht glauben dass ich echt im Regenwald binJ

Am Ende des Tages kamen wir endlich am Cape Tribulation an!! Das besondere an dem Strand am Cape  ist, dass der  Regenwald direkt an den Strand angrenzt der von riesigen Bergen umgrenzt ist. Keine Wolkenkratzer oder ähnliches. Man sieht nur Natur pur!! Es sieht einfach phantastisch aus

Dort sind wir auch wieder ins Wasser gesprungen und als ich meinte, dass es komisch ist, dass wir schon  wieder die einzigen im Wasser sind, hat es uns ganz schnell wieder aus dem Wasser verschlagen und nachher haben wir wieder die Warnungs-Schilder vor Salzwasser Krokodilen gesehen. Sehr leichtsinnig von uns. Aber wenn das Meer so schön ist, dann denkt man ja nicht an Krokodile im Meer??!

Als dann die Sonne langsam unterging s haben  wir den Weg Richtung Outback, weg von der Küste eingeschlagen. Wir sind so weit gefahren wie wir konnten und haben uns ein stilles Plätzchen in einem Wald gesucht  und dort im Auto gepennt. Es hat die ganze Zeit geregnet, so dass wir es uns etwas auf dem harten Kofferraum gemütlich gemacht haben (was für meinen Rücken unmöglich ist) und sind sofort eingeschlafen. Ich war sowieso noch von der letzten Spinnen- Moskito Horror Nacht übermüdet. Das lustige war, als wir am nächsten Morgen aufgewacht sind waren Linda und ich komplett zerstochen!! Ein Stich neben dem anderen!

Wir haben  zufällig direkt neben einem Wasserfall geparkt, sodass wir morgens dorthin gewandert sind. Wir hätten dort auch gern gefrühstückt, das Problem war nur, dass wir schon seid 2 Tagen unterwegs waren ohne die Möglichkeit gehabt zu haben irgendwo einzukaufen. Es gab  einfach nichts zum einkaufen!! Auf dem ganzen Weg  sind wir an keinem Supermarkt vorbei gekommen. Es ist echt unglaublich aber auch die Städte die in den Karten eingezeichnet waren, waren keine richtigeren Städte. Es war höchstens eine Straßen mit ein paar Häusern und vielleicht mal einem Restaurant. Ich hab  mich immer wieder gefragt, wie dort Leute leben konnten.

Unser nächstes Ziel war der berühmte “Mila Mila“ Fasserfall der sehr schön sein sollten, und wir wollten unbedingt in einen Wasserfall springen und dahinter schwimmen. Als wir in Mila Mila angekommen sind haben wir endlich einen kleinen mini Supermarkt gefundenen, der aber am Sonntags geschlossen war!! Also haben wir uns in dem kleinen Nest in ein kleines gemütliches Cafe gesetzt, wo wir dann eine geschlagene Stunde auf unser leckeres Frühstück gewartet haben. Es war aber sehr leckerJ

Als wir dann endlich an den Mila Mila Falls angekommen sind, war ich etwas enttäuscht. Der Wasserfall war zwar schön anzusehen, sah aber sehr künstlich aus und schwimmen wollte ich in dem braunen Wasser auch nicht. Auf der Straße waren aber noch zwei weitere Wasserfälle ausgeschildert und so sind wir nach einigen Minuten zum nächsten gefahren. Der war auch nicht so überfüllt und mitten in der Natur. Dort sind wir alle ins kalte Wasser gegangen und hinter den Wasserfall geschwommen, wo eine kleine Höhle war. In den Felsen waren ganz viele Namen eingeritzt. Es war etwas unheimlich weil das Wasser so trübe war und Wasserschlangen und Krokodile hatte ich im Kopf….. aber wir haben nichts gesehen.

Der ganze Tag bestand darin die Wasserfälle auf der Strecke zurück nach Cairns auzucheken. So haben wir an dem Tag an 7 verschiedenen Wasserfällen angehalten bis wir nachher kein Bock mehr hatten und zum  schönen Etty Strand gefahren sind. Dort bin ich an den Felsen herum geklettert und habe noch eine kleine Bucht entdeckt mit einem Strand der direkt an den Mangroven gelegen war.  Dieser hat mir besonders gut gefallen.

Am nächsten Morgen sollte es um 7:45 auf die Vegabond gehen, auf zum Great Barrier  Reef. Nach einigen Problemen die Autos abzugeben, weil die Agency erst um 9 Uhr aufgemacht hat wir aber um 7.45 auf dem Segelboot sein mussten….ging es mit einiger Verspätung und einem bösen Skipper los Richtung Reef. Ich war sehr aufgeregt. Endlich konnte ich zum Reef und tauchen!! Wir sind drei Stunden gesegelt, bis wir den erste Coralpatch erreicht hatten. In der Zeit hatte uns Bell alles über schnorcheln und tauchen erklärt und  es hat sich rausgestellt, dass der Skipper Paul ein ganz netter Typ war. Skipper müssen immer eine finstere Miene bewahrenJ

Dar erste Coral Riff hieß Mysterie und im Nachhinein war es auch das schönste Riff gewesen!!Wir sind alle dorthin geschnorchelt und kurz bevor die Korallen kamen, hab ich als erstes eine kleine Schildkröte in den Felsen entdeckt. Die war soooo süß!! 

Zwischen den Korallen und der Oberfläche des Wassers ist ca. 70 cm Wasser das glasklar war und wo man noch gerade so auf der Oberfläche schwimmen konnte, ohne die Korallen zu berühren.  Man hatte eine so gute Sicht, und man war direkt in nächster Nähe zu den Korallen und den ganzen tausend bunten Fischen die man sonst alle aus dem Aquarium kennt, die in den Korallen hin und her geschwommen sind. Es war wirklich wie magic!! wunderschön . Überall hat man was neues entdeckt, rote, blaue, gelbe Seesterne, Papageien Fische, Nemos, Boxfische, Feuerfische, Diskusfische ; Korallen in den verschiedensten Formen….

Dann sind wir zu einer Lagune gesegelt. Das ist praktisch ein Riff das die Form einer Lagune hat. Die Wellen haben sich an dem Riff gebrochen und dass Wasser war hellblau. An dem Riff durften wir dann tauchen gehen mit Ausrüstung. Wir sind bis zu 12 Meter tief getaucht und die Diving instructor war sehr nett und hat gut auf uns aufgepasst. Beim tauchen hatte ich die ganze zeit Angst,  dass ein Hai kommt. Aber irgendwie wollte ich auch unbedingt einen sehen.  Leider hat man beim tauchen nicht so viele  Tiere sehen können wie beim schnorcheln, aber es war toll so tief Unterwasser zu sein. Belle hat eine riesige Seegurke in die Hand genommen und wir durften sie berühren.

Danach sind wir wieder schnorcheln gegangen und diesmal zu der Stelle wo Paul meinte, dass sich dort die Haie im Riff verstecken und man nach dem Hinterteil Ausschau halten sollte. Anstatt Haie haben wir tausend von blauen Seesternen und „gaint Clamps“ gesehen, die einen Durchmesser von 70 cm hatten und wunderschöne Farbmuster hatten.

Am Abend haben wir den Sonnenuntergang von unserer Hängematte auf Board beobachtet und als es dunkel wurde, war der ganze Himmel komplett voll mit Sternen und man konnte um die ganze Breite die Milchstraße sehen. An dem Abend haben wir bestimmt 10 Sternschnuppen gesehenJ Nachts sind drei von dem Boot tauchen gegangen. Der Skipper hat am Boot ein helles Licht befestigt, damit sie den Weg wieder zurückfinden. Das Licht hat die kleinen Fische angelockt und diese wiederrum die Haie. Somit konnten wir nachts die Haie, um unser Boot schwimmen sehen. Wir wurden umzingelt!!!!

Am nächsten morgen, in meiner kleinen mini Koje habe ich erstaunlicherweise sehr gut geschlafen, bin ich mit  Matt  um 6 Uhr aufgestanden und sofort mit Schnorchelausrüstung ins Wasser gesprungen. Morgens früh sind ganz andere Fische zu sehen als Tagsüber  und die Schildkröten sind aktiv auf Futtersuche. Das Meer war ganz ruhig, weil kein Wellengang war und somit das Wasser aussah wie ein riesen Bett. Wir waren die einzigen ganz allein morgens früh im Great Barrier Reef!!!! Sonst war kein Boot weit und breit zu sehen. Das war vielleicht ein tolles Gefühl!! Danach haben wir nochmal einen begleiteten Schnorchelgang mitgemacht etwas weiter vom Boot entfernt, wo Mat dann angeblich einen Hai gesehen hat. Wir glauben ihm das jedoch nichtJDanach nochmal tauchen zwischen den Gängen von dem Reef, wo ich in einer Felsspalte einen riesigen Bemudafisch mit offenem Maul gesehen habe. Der sah aus. Danach sind wir weiter zu einer andern stelle gesegelt, wo wir auch nochmal schnorcheln waren. Diese Stelle war besonders schön, weil die Korallenfelsen an einigen Stellen eingefallen waren und überall Gänge und Höhlen Unterwasser geformt waren. Dort bin ich die ganze Zeit langetaucht. Dann war das Abenteuer auch schon vorbei und wir mussten wieder zurücksegeln nach Cairns.

Dann die Enttscheidung : Scydiving oder nicht????????????????

Die Frage des Tages: machen wir es oder nicht???? Ich wusste eh, das ich auch springen werde und hab es nur sehr weit heraus gezögert. Was mich um einige Dollar mehr gekostet hat. Es war ein riesen ding alles für die nächsten Tage zu organisieren, weil wir nichts gebucht haben und kein Auto mehr bekommen haben, um nach Missionbeach zu fahren. Somit ist ein Teil von uns mit der Scydiving agency nach Missionbeach gefahren und Betty und ich mussten mit dem Bus hinfahren am nächsten morgen. Und ich war so aufgeregt, Alter!!!

Als wir in Mission waren konnten wir ein paar Landungen mit verfolgen, mussten aber den ganzen Tag warten um mit allen 7 zusammen in einem Flugzeug hochzufliegen.

Ich wurde Brandon zugeteilt, der eigentlich ziemlich ruhig war und der zum Glück nicht wie verrückt rumerzählt hat so wie die anderen. Ich war schon aufgedreht genug. Er hat mir alles erklärt und mir meine Gurte angezogen. Dann hatten wir ein Briefing, wie wir uns bei dem Freefall und der  Landung verhalten müssen. Danach hat er mit mir ein kurzes Interview gemacht für mein Video, das ich nach der Landung bekommen sollte. Ich wusste nicht was ich sagen sollte und meinte nur: NO worries!! Ha Ha ….noch schnell ein Gruppenbild vor unserem kleinen Flugzeug und ab ging`s.

 Höher und Höher, bald waren wir schon über den Wolken und ich habe mich total verrückt gemacht: “ warum habt ihr mir das angetan?“  hab ich zu den anderen geschrien!! Daraufhin habe ich richtig Panik bekommen, weil  mir nicht vorstellen konnte, da  jetzt rauszuspringen. Es war so hoch und wir hatten gerade mal 8 tausend Fuß geschafft. Dann habe ich einfach angefangen ein Motivationslied anzustimmen, bis das ganze Flugzeug gesungen hat: „Lets get fuking mental lalalala…“ von da an haben wir die ganze Zeit nur  noch rumgeschrien und Spaß gemacht. Die Angst war dadurch wie verflogen.

14000 Fuß Marke erreicht, die Tür ging auf  und Linda war die erste die mit einem lauten Schrei weg war, danach Betty, Björn und Keith. Zack, Zack, Zack einer nach dem anderen raus;  innerhalb von einer Sekunde sind die einfach weggewesen. Und dann ich. Scheiße, Scheiße, Scheiße

Ich bin mit ihm zum Ausgang gekrabbelt, er hat mein Kopf zurück gedrückt, ich musste die Füße raushalten und dann aaaaaaaaaaaa

Ich hab soooo laut geschrien. Ich bekomme jetzt immer noch eine Gänsehaut, wenn ich daran denke. Ich hatte einfach nur Schiß. Die erste Sekunde war pure Angst, wie als wenn man von einem hohen Felsen ins Wasser springt, so hat es im Bauch gekribbelt. Danach war die Angst weg und es war nur noch ein geiles Gefühl. Ich hab einige Devil und Peace Zeichen für das Video gemach und einfach nur die Erde immer näher kommen sehen. Brandon hat sich noch wie ein Helikopter mit mir rumgewirbelt und dann den Fallschirm gezogen. Zack, da ging auch schon der Schirm auf  nach einer Minute Freefall (im Video sieht man, dass der Fallschirm nicht sofort aufging und er sich etwas verhäddert hat Oh Oh!!! zum Glück habe ich das nicht mitbekommen)und wir sind über den schönen Missionbeach geflogen. Man hatte eine Super Aussicht. Die Landung ging reibungslos und es war als wenn man einen kleinen Hopser machen würde:-)

Am nächsten Tag stand um 7 Uhr morgens unser andere Challenge an. Wild Water Rafting!!

Als wir am Tully River angekommen sind, war die erste Frage von unserer Bootleaderin: „ Are you afraid?? Of course not! We went Scydiving yesterday. Nothing can fear us anymore after that.”  And she said:” You really should be more afraid than yesterday!!”

Und die erste Stunde hatte ich auf jeden Fall mehr Schiss als beim Scydiven. Es hat nämlich die ganze Zeit geregnet und der Fluss war richtig überflutet. Die Stromschnellen und kleinen Wasserfälle gingen richtig ab. Sie hat uns zwar vorher die ganzen Padde Kommandos erklärt wie : forward, backward, hold on, jump in the boat, leftside usw. aber es waren so viele auf einmal und es war richtig anstrengend das alles zu kombinieren, weil man immer schnell ins Boot hüpfen musste und das paddel war dabei immer im weg und dann musste man wieder auf den Platz zurück und weiter paddeln usw.

Dann hatte ein anderes Boot direkt an der ersten großen Stromschnelle einen Unfall und ist umgekippt. Ich dachte, es wäre nicht so schlimm, wenn das Boot umkippen würde….. Dann klettert man halt wieder rein….. Von wegen, die Leute sind so weggerissen worden von der Strömung. Sie sind zum Glück in Richtung unseres Bootes getrieben worden, dass wir sie in unser Boot reinziehen konnten. Ein Mädchen war unter dem Boot und hat irgendwie in Panik keine Luft mehr bekommen, weil es sie die ganze Zeit runter gedrückt hat. Ein Typ hat einen Schlag gegen den Nacken bekommen und wollte auf gar keinen Fall mehr weiter machen. Dann kam erstmal der Sanitäter und hat ihm einen Halstabilisator angezogen. Er wurde von dort aus evakuiert, was sich wohl als sehr schwierig raustellte, weil man an dieser Stelle von außen nicht ran kam….das haben wir aber nicht mehr mitbekommen, weil wir weiter paddeln sollten. Danach waren wir really scared!!

Aber wir haben uns mit dem paddeln sehr gut angestellt und es wurde immer einfacher den Kommandos zu folgen, so dass es nachher richtig Spaß gemacht hat. Unsere Powerfrau hat uns die ganze Zeit gelobt, dass wir so gut wären und hat mit uns die besonderen Sachen gemach, wie im Wasserfall surfen, den Wasserfall runterfahren , extra umkippen lassen ….Wenn es so gut funktioniert macht geht es richtig ab.

Von Missionbeach aus gab es keine Möglichkeit für uns nach Townsville zu kommen, weil wir die Strecke nicht gebucht hatten. Was nun? Wir wollten am nächsten Tag von Townsville die Fähre nehmen und nach Magnetic Island übersetzten??? Nach endlosen Diskussionen und einigen Streitereien  haben wir dann ein TAXI organisiert, dass uns nach Townsville fahren sollte und ein Hostel haben wir auch noch buchen können. Mit dem Taxi sind wir dreienhalb stunden gefahren, um in Townsville anzukomme. Dreienhalbstunden Taxi!!! Das hat 500 Dollar gekostet, aber da wir 8 Personen waren, kam der Preis aufs gleich raus wie der Greyhound Bus gekostet hätte und wir sind noch schneller gewesen. Das ist das gute wenn man mit einer großen Gruppe reist. Man kann kommt immer billiger weg. Aber ich bin noch nie solange im Taxi gesessen und hab den Zähler verfolgt. Am nächsten Morgen musste wir wieder früh raus um die erste Fähre nach Magnetic Island zu bekommen.

Dort sind wir im Koala Bungalow Park eingecheckt und es stand  drei Tage chillen am Strand an. Aber nicht mit mir!! Die Insel war ein einziger National Park mit tausend Wanderwegen. Auf der Insel gab es 23 Strände und jeder hatte irgendwas Besonderes. Der eine hatte ein kleines Reef zum schnorchel, am anderen gab es Schiffswracks und dort riesige Felsen usw.

Die wollte ich natürlich alle sehen. Als wir eine Stunde an dem eher gewöhnlichen Strand gelegen waren, musste ich die anderen regelrecht mitschleifen, um zu einer andern Bucht zu gehen. Ich dachte auch dass es nur 15 min Fußmarsch wären. Naja, es war dann doch eher eine Stunde wandern…... Bergab…..Bergauf in der sengenden Hitze . Die anderen waren gar nicht erfreut und es wurde die ganze Zeit auf mich gemeckert. Aber dafür wurden wir mit zwei wunderschönen Stränden beschenkt. Und an einem war ein kleier Reef mit Korallen. An dem habe ich dann auch endlich meinen Tigerhai gesehenJ

Der Weg zurück hat Ewigkeiten gedauert und letztendlich sind wir an dem Tag 10 km gewandert, ohne Wasser oder Essen einzupacken und nach der Woche extreme Sport….waren wir echt fertig. Wo wir doch eigentlich nur am Strand chillen wolltenJ

Ich fand es gut und auf dem Weg zu Hostel haben wir noch einen kleinen Koala im Baum entdeckt, der ganz laute grummel Geräusche von sich gegeben hat.

Am nächsten Tag haben wir den Wildlife Sanctuary von unserm Hostel besucht. Dafür, dass es ein ganz kleines Wildlife Gehege war mit ca. 20 verschiedenen einheimischen Tierarten, war dieser Zoobesuch um einiges besser, als die anderen die wir schon gemacht haben, die auch um einiges teurerer waren. Hier durften wir einen kleinen Alligator, große Kakadu Papageien und Echsen auf den Arm nehmen. Zum Abschluss haben wir eine riesen Python um den Hals gelegt bekommen. Das war total schön. Die Schlangenhaut fühlt sich ist ganz weich an. Nachher konnten wir sogar live miterleben, wie die Schlange auf den Boden gekackt hat. Das war lustig, weil ich es noch nie vorher gesehen habe.

Dann haben wir aber wirklich zwei Tage am Strand gechillt ….aber eine aufregende Klettertour mit meiner Mitbewohnerin Linda musste am letzten Tag noch mitgenommen werden. Ich habe vom Strand aus auf einem Felsen ein Adlerhort entdeckt und wollte in die Nähe klettern, um ein Foto zu machen. Das hat sich jedoch wieder um einiges schwieriger herausgestellt, als gedacht. So sind wir auf den riesenfelsen barfuß herum geklettert und haben schon die ganze Zeit gedacht, dass es bestimmt nicht einfach wird den Weg zurückzukommen. Naja, nachdem ich die Adler leider vergeblich versucht habe auf ein Bild zu bekommen und wir die Felsen fotografiert haben, die dafür auch sehr schön aussagen, sind wir wieder zurück. Dabei  ist Linda an einer Stelle ins Wasser gefallen, weil es so rutschig war. Das sah viel lustig aus, weil sie auf den Po gefallen ist und dann ganz langsam einen riesen Felsvorsprung runter ins Wasser gerutscht ist. Von da aus kam sie wohl nicht mehr raus. Und weil ich die Kamera mit hatte musste ich den Weg alleine zurück klettern. An einer Stelle kam ich wohl nicht mehr weiter und hab mich auf den Felsen gesetzt und überlegt, wie ich wohl jemals wieder zurückkommen sollJDa musste ich wohl einen Weg nehmen, wo ganz viele dicke schwarze Spinnen ihre Netze gewebt hatten iiiiiiiiii das war vielleicht ekelig. Aber Hauptsache ich bin von diesen Felsen runtergekommen.

 

Abends ging es wider zurück nach Brisbane und am nächsten Tag zur Uni.

27.10.08 09:24, kommentieren